Katalanische Eröffnung – Grundlagen

Zurück zu Eröffnungen

Katalanisch zählt traditionell zu den geschlossenen Spielen, trägt jedoch einen Zwitter-Charakter: Entscheidet sich Schwarz dafür, den weißen Bauern auf c4 zu schlagen, so entsteht eine Partie mit lebhaftem, offenem Charakter. Man unterscheidet deshalb zwischen der offenen und der geschlossenen Katalanischen Partie.
Eine ausführliche Einführung in die Katalanische findet man auf Attack with the Catalan! und hier der Eintrag dazu auf Wikipedia – Katalanisch.

Hauptvariante:

1. d2–d4 Sg8–f6 2. c2–c4 e7–e6 3. g2–g3

Offene Variante:


In der ersten Lektion „Keeping The Pawn In The Catalan“ erklärt GM Georg Maier die Grundlagen der Katalanischen.
In diesem Fall wird das Gambit angenommen. Schwarz wird daher weiter versuchen den Bauernvorteil zu behalten und zu entwickeln. Weiß macht sich jetzt keine Sorgen wegen des Bauern, er wurde schließlich angeboten, sondern entwickelt weiter und will mit dem Läufer die Diagonale g2-a8 kontrollieren, daher Bg2 und b5.
Es folgt a4 und a6 brächte den Turm in Gefahr und bei b4 wäre der Bauernvorteil verloren nach Ne5, weshalb Schwarz mit c6 antwortet. Nun folgt Ne5, wodurch die Diagonale geöffnet wird, der Läufer freie Bahn bekommt und Druck auf c6 ausgeübt wird. Die Antwort ist Nd5. Jetzt wird der König in Sicherheit gebracht und Schwarz kommt auf die lange Diagonale mit dem Läufer. Weiß bedroht jetzt den Springer mit e4 und Schwarz muss sich zurück ziehen.
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt die Position zu öffnen. d5 wäre eine Möglichkeit, aber hier wird b3 gezeigt. Die Öffnung geht weiter mit axb5 cxb5 und dann kommt die Dame zum Einsatz und Schwarz muss den Bauern mit a6 decken.
Dann folgt d5 und wenn man jetzt vergleicht, so ist Weiß zwar einen Bauern hinten, hat aber eindeutig die bessere Stellung.
Hier erfolgt der Schlagabtausch aber nicht, sondern der Läufer kommt auf d6.
Jetzt verhindert Weiß, dass Schwarz rochieren und das Setup vervollständigen kann und schlägt mit dem Springer f7.
Nachdem der schwarze Läufer den weißen geschlagen hat und den Turm bedroht, sollte trotzdem nicht einfach der Läufer vom König genommen werden, sondern mit exf6 der Springer und es wird damit angedroht, dass sich Weiß eine 2. Damen macht. Daher muss Schwarz den Bauern mit der Dame nehmen.
Jetzt kann der König den Läufer nehmen, worauf die Dame den Turm schlägt. Läufer a2 wäre jetzt eine Möglichkeit, aber Springer auf c3 ist besser und nach einigen Zügen kann das Ende mit Turm auf c1 erreicht werden.

Eine andere Variation nach d5, also statt Läufer auf d6 wäre für Schwarz Dame auf b6. In diesen Fall ist Springer auf c4 der beste Zug, wodurch die Dame weg, auf c7 muss und der Springer auf a5 kann, um den Läufer zu bedrohen.
Besser wäre für Schwarz Dame auf d4. Es folgt Springer auf a3 von Weiß …. für weitere Variationen, siehe das Video von GM Georg Meier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.