Traxler-Gegenangriff

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Der Traxler-Gegenangriff entsteht aus dem Zweispringerspiel im Nachzuge und ist nach Karel Traxler benannt. Im Englischen nennt man sie auch Wilkes-Barre-Variante.
Züge:

1. e2–e4 e7–e5 2. Sg1–f3 Sb8–c6 3. Lf1–c4 Sg8–f6 4. Sf3–g5 Lf8–c5

Die Eröffnungsvariante hat den ECO-Code C57. Mit dem auf den ersten Blick ungewöhnlichen Zug 4. … Lf8–c5 ignoriert der Schwarze die Bedrohung des Punktes f7 und lässt sogar eine Springergabel zu, die Dame und Turm zugleich bedroht (5. Sg5xf7). Nach dem Opfer 5. … Lc5xf2+ 6. Ke1xf2 zeigt sich aber die Grundidee dieser Variante: Mit 6. … Sf6xe4+ und nachfolgendem Dd8–h4 geht Schwarz zum Gegenangriff über. Das geschah zum Beispiel in der Beratungspartie Leser von Pionerskaja Prawda – Michail Tal, 1969. Spielt Weiß aber stattdessen 5. Lc4xf7+ oder 5. d2–d4, kommt er nach Meinung vieler Eröffnungstheoretiker in Vorteil.

Die Hauptvarianten des Traxler-Gegenangriffs sind:

5. Lc4xf7+ Ke8–e7 6. Lf7–d5
5. Lc4xf7+ Ke8–e7 6. Lf7–b3
5. d2–d4 d7–d5 6. Lc4xd5 Sc6xd4 7. Ld5xf7+ Kf8–e7 8. Lf7–c4
5. Sg5xf7 Lc5xf2+ 6. Ke1–f1
5. Sg5xf7 Lc5xf2+ 6. Ke1xf2 Sf6xe4+

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