Das Vierspringerspiel

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Das Vierspringerspiel C47–C49 beginnt mit den Zügen
1. e2–e4 e7–e5 2. Sg1–f3 Sb8–c6 3. Sb1–c3 Sg8–f6 und kann sich auch durch Zugumstellung aus dem Dreispringerspiel, der Russischen Verteidigung oder der Wiener Partie entwickeln.

 

Varianten:

  • Schottisches Vierspringerspiel: 4. d2–d4 führt oft nach 4. … e5xd4 5. Sf3xd4 zur Hauptvariante der Schottischen Partie 5. Sc3–d5 ist das Belgrader Gambit. Ein Beispiel aus der ersten offiziellen WM 1886 in dem Steinitz gegen Zuckertort verlor:
    2. Spiel der WM 1886 Schottisches Vierspringerspiel, C47


    Durch ein nicht optimales Springermanöver in der Eröffnung gab Steinitz seinem Gegner die Initiative. Nach wechselhaftem Verlauf errang Zukertort den Sieg (Stand: Steinitz 1 : 1 Zukertort).

  • Spanisches Vierspringerspiel: 4. Lf1–b5
  • Italienisches Vierspringerspiel: 4. Lf1–c4 (4. … Lf8–c5 siehe Italienische Partie 4. Sc3 Sf6) kann das Scheinopfer Sf6xe4! 5. Sc3xe4 d7–d5 zur Folge haben, das Schwarz das Übergewicht im Zentrum gibt. 5. 0–0 Se4xc3 6. d2xc3 ergäbe die nachträgliche Annahme des nach Lionel Kieseritzky und Samuel Boden benannten Boden-Kieseritzky-Gambits der Russischen Verteidigung.
  • Gunsberg-Variante: 4. a2–a3 wartet die Entwicklung des Läufers f8 ab. Durch 4. … d7–d5 kann Schwarz die Rolle des Weißen im Schottischen Vierspringerspiel einnehmen.
  • Glek-Variante: 4. g2–g3
  • Van der Wiel-Variante: 4. Lf1–e2
  • Das Sizilianische Vierspringerspiel ist eine Variante der sizilianischen Verteidigung. Sie ist in den ECO-Codes unter dem Schlüssel B45 klassifiziert und entsteht nach den Zügen:1. e2–e4 c7–c5 2. Sg1–f3 e7–e6 3. d2–d4 cxd4 4. Sf3xd4 Sg8–f6 (Sb8–c6) 5. Sb1–c3 Sb8–c6 (Sg8–f6)

Das Vierspringerspiel gilt als ruhige, positionelle Eröffnung. Allerdings kann Weiß mit dem riskanten Halloween-Gambit (4. Sf3xe5) durch ein Figurenopfer das Spiel verschärfen.

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