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Übungsplan

Stufe A
Tägliche Partien mit Analyse – Sammlung auf Fehler
6 * 30 Min Stockfish Level 4
6 * 30 Min lichess.org
Theorie, Eröffnungen:
Weiß:
Auf 2. … Sb8–c6 beim Königsspringer Spiel Schottisch und abhängig vom Gegner Sizilianisch, Skandinavisch und wenn Schwarz nicht mit 2. … Sb8–c6 kommt muss ich mich wohl auf eines der folgenden Spiele einlassen:
2. … Sg8–f6 Russische Verteidigung C42
2. … d7–d6 Philidor-Verteidigung C41
2. … f7–f5 Lettisches Gambit C40
2. … d7–d5 Mittelgambit im Nachzug C40
2. … f7–f6 Damianos Verteidigung C40
2. … Dd8–e7 Gunderam-Verteidigung C40
2. … Dd8–f6?! Greco-Verteidigung C40
Schwarz:
Abgelehntes Damengambit gegen Damenbauer (Französisch), Sizilianisch gegen Königsbauer

Stufe A üben bis ich bei den 6 Partien gegen Stockfish Level 4 mindestens 3 mal 3,5 Punkte hintereinander erreiche. Dann kommt


Stufe B
Tägliche Partien mit Analyse
6 * 10 Min Stockfish Level 4
4 * 10 Min chess.com
4 * 10 Min lichess.org
Theorie, wie oben

Stufe B üben bis ich bei den 6 Partien gegen Stockfish Level 4 mindestens 3 mal 3,5 Punkte hintereinander erreiche. Dann kommt


Stufe C
Tägliche Partien mit Analyse
6 * 5 Min Stockfish Level 4
4 * 5 Min chess.com
4 * 5 Min lichess.org
Taktik, Rätzel

Dann kommt wieder Stufe A, aber auf Level 5. Mal sehen ob das einen Fortschritt bringt. 😉

Aus Fehlern lernen 22 – 4 Partien á 5 Minuten – Stockfish Level 4

Spiel 1:
1 : 0


Spiel 2:
1 : 1 aber ich machte nur einen Fehler und Stockfish 0 Fehler; bin ganz zufrieden


Spiel 3:
1 : 2 von 0 auf 4 Fehler und 4 grobe Patzer, wobei der letzte entscheidend war.


Spiel 4:
1 : 3


Aus Fehlern lernen 21 – 6 Partien á 10 Min auf chess.com

6 Partien jeweils 10 Minuten auf chess.com

Spiel 1:
0 : 1


Spiel 2:
1 : 1


Spiel 3:
Okay, jetzt reicht’s für heute; so einen Schwachsinn zusammenspielen ist ja schon kriminell – 6 verpasste Siege, ich gehe schlafen.
1:2


Spiel 4:
1,5 : 2,5


Spiel 5:
2,5 : 2,5


Spiel 6:


Aus Fehlern lernen 20 – 6 Partien á 10 Min auf lichess.org

6 Partien jeweils 10 Minuten auf lichess.org

Spiel 1:
Sicilian Defense: Old Sicilian, 1 : 0
Wow, das ist schon einmal gut gelaufen – 0 Fehler und der faker67 hat abgebrochen.


Spiel 2:
Auch mit der Partie bin ich zufrieden, obwohl ich noch nie gegen Altindische spielte, aber die Fehler der Analyse sehe ich etwas anders.
Old Indian Defense, 2 : 0


Spiel 3:
Die ersten 2 Drittel war ich ganz gut, aber dann die dumme Idee mit dem Läufer – okay 2 : 1


Spiel 4:
Seltsam ich habe die besseren Züge alle gesehen und trotzdem nicht gemacht. Nur den ersten Fehler habe ich wirklich übersehen. Und dann auf Gewinnkurs und trotzdem nur ein Patt. Naja 2,5 : 1,5


Spiel 5:
Scotch Game: Schmidt Variation, 2,5 . 2,5


Spiel 6:
3 : 3


Aus Fehlern lernen 19 – 6 Partien á 10 Minuten – Stockfish Level 4

2 : 4 verloren

Spiel 1:
Scandinavian Defense, 0 : 1 bei einem Fehler habe ich mich verklickt und einen habe ich wiederholt …


Spiel 2:
Sicilian Defense: Old Sicilian, 0 : 2 heute will es gar nicht klappen


Spiel 3:
Elephant Gambit, 0 : 3


Spiel 4:
Zukertort Opening: Sicilian Invitation, 1 : 3


Spiel 5:
Scotch Game: Schmidt Variation, 2 : 3


Spiel 6:
Sicilian Defense: Closed, 2 : 4


Aus Fehlern lernen 18 – 6 Partien á 30 Minuten – Stockfish Level 4

2,5 : 3,5
Spiel 1:
Gunderam Defense 1 : 0


Spiel 2:
Scandinavian Defense 2 : 0


Spiel 3:
Van Geet Opening 2 : 1


Spiel 4:
Scotch Game 2,5 : 1,5


Spiel 5:
Scotch Game: Steinitz Variation 2,5 : 2,5


Spiel 6:
Zukertort Opening: Sicilian Invitation 2,5 : 3,5

Alapin-Variante

Zurück zu Eröffnungen || Sizilianische Verteidigung


Siehe wikipedia Alapin-Variante
1. e2–e4 c7–c5
2. c2–c3
In den Hauptvarianten der Sizilianischen Verteidigung spielt Weiß immer 2. Sg1–f3. Die Alapin-Variante galt daher lange als Möglichkeit, diesen Varianten aus dem Wege zu gehen. Sie gilt als sehr logisch aufgebaut und benötigt im Gegensatz zu vielen Hauptvarianten relativ wenige Theoriekenntnisse. Außerdem bietet sie dem Spieler der weißen Steine die Möglichkeit in Varianten überzugehen, in denen er sich besser auskennt als sein Gegner.
2. … d7–d5
Nach 2. … d7–d5 greift der schwarze d-Bauer den weißen e-Bauern an. Die Variante gilt als sehr solide und weist eine hohe Remisquote von 38 % auf. Garry Kasparow spielte diese Variante gerne, unter anderem in der berühmten Partie gegen den Computer Deep Blue, die Kasparow verlor. (Siehe Deep Blue – Kasparow, Philadelphia 1996, 1. Wettkampfpartie; dies war die erste Partie, die ein Schachweltmeister gegen einen Computer verlor.)

3. e5 ist zwar möglich, leitet aber nach weiterem 3. … Lf5! 4. d4 e6 in eine Variante über, die der französischen Vorstoßvariante gleicht. Während jedoch dort der Läufer auf c8 bleibt und hinter der Bauernkette d5/e6/f7 eingesperrt ist, hat er hier aktives Spiel. Daher tauscht Weiß meist die Bauern ab: 3. e4xd5 Dd8xd5 Die Dame früh ins Spiel zu bringen, ist selten empfehlenswert, hier kann sie jedoch nicht wie beispielsweise in der Skandinavischen Verteidigung durch Sb1–c3 angegriffen werden.[2]

Nach weiterem 4. d2–d4 hat Schwarz mehrere Pläne zur Verfügung. Er kann versuchen den Bauern auf d4 zu erobern, Weiß hat jedoch grundsätzlich ausreichende Verteidigungsmöglichkeiten: 4. … Sb8–c6 5. Sg1–f3 Lc8–g4 fesselt den Springer an die weiße Dame. 6. Lf1–e2 c5xd4 7. c3xd4 e7–e6 führt zu ausgeglichenem Spiel. Die „Eroberung“ des Bauern scheitert an der Taktik: 7. … Lg4xf3? 8. Le2xf3 Dd5xd4?? 9. Lf3xc6+! bxc6 10. Dd1xd4 Damenverlust. Die Hauptvariante lautet 4. … Sg8–f6 5. Sg1–f3 Nun ist 5. … Lc8–g4 möglich, um den Läufer vor die Bauernkette zu entwickeln oder das solide 5. … e7–e6. Danach hat Weiß zahlreiche spielbare Züge zur Auswahl: 6. Lf1–e2, 6. Lf1–d3 oder 6. Lc1–e3 Weiß droht nun mit 7. dxc5 den c-Bauern zu erobern und zwingt dadurch Schwarz zum Abtausch, sodass das Feld c3 wieder für den weißen Springer frei wird. 6. … c5xd4 7. c3xd4 Sb8–c6 8. Sb1–c3 Dd5–d6 Nach dem Springerzug war die Dame angegriffen und musste wegziehen. Sie kann auch wie in der Skandinavischen Verteidigung nach a5 oder d8 gehen. Das beste Entwicklungsfeld für den Lf1 ist nun d3, da er dort eine wichtige Diagonale kontrolliert und nach der schwarzen kurzen Rochade beim Königsangriff hilft. Damit der Läufer auf d3 nicht durch …Sc6–b4 angegriffen werden kann, zieht Weiß zunächst 9. a2–a3 Danach kann 9. … 0–0 10. 0–0 folgen. Danach ist eine typische Isolani-Stellung entstanden.
2. … Sg8–f6
Auch mit 2. … Sg8–f6 kann Schwarz den weiße e-Bauern angreifen, der nicht durch 3. Sb1–c3 verteidigt werden kann. 3. d2–d3 ist sehr passiv. Daher folgt ähnlich wie in der Aljechin-Verteidigung (1. e2–e4 Sg8–f6) nun 3. e4–e5 mit Angriff auf den Springer. Da er nach 3. … Sf6–e4?? 4. d2–d3 verloren geht, spielt Schwarz 3. … Sf6–d5. Weiß kann nun wie in der Aljechin-Verteidigung weiter den Springer angreifen, was ihm jedoch keine Vorteile einbringt: 4. c3–c4 Sd5–b4 5. a2–a3 Sb4–c6. In der resultierenden Stellung fehlt es dem weißen e-Bauern an Unterstützung. Meist verfolgt Weiß daher den ursprünglich entworfenen Plan und spielt 4. d2–d4 c5xd4.

Sibirische Falle

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Sibirische Falle
1. e2–e4 c7–c5 Die Sizilianische Verteidigung
2. d2–d4 c5xd4
3. c2–c3 d4xc3 Das Morra-Gambit
4. Sb1xc3 Sb8–c6
5. Sg1–f3 e7–e6
6. Lf1–c4.

Die Falle basiert darauf, dass viele Spieler des Morra-Gambits mit Weiß dogmatisch ihrem Standardaufbau folgen (Sf3, Lc4, 0–0, De2, Td1) ohne auf die Züge des Schwarzen flexibel zu reagieren.

Meistens folgt 6. … Dd8–c7 7. 0–0 Sg8–f6 8. Dd1–e2?! (Weiß folgt dem Standardaufbau, die Dame verteidigt jedoch nicht mehr das schwache Feld d4. Besser ist 8. Sc3–b5 was die Dame c7 angreift.) 8. … Sf6–g4! (bringt die Drohung Dc7xh2# ins Spiel. Im Augenblick deckt der Springer auf f3 noch den Bauern auf h2.) 9. h2–h3?? (Versucht den Springer g4 zu vertreiben) 9. … Sc6–d4! Greift sowohl die Dame auf e2 als auch den Springer f3 an. Nach 10. h3xg4 Sd4xe2+ hat Weiß seine Dame verloren und nach 10. De2–e3 Sd4xf3+ 11. De3xf3 folgt Matt: … Dc7–h2#.

Schwarz kann auch 6. … Sg8–f6 spielen und den Damenzug nach c7 verzögern. Nach 7. 0–0 Sf6xe4! 8. Sc3xe4 d7–d5 sind der Läufer c4 und der Springer auf e4 angegriffen. Nach dem Rückgewinn der Figur entsteht eine Stellung die eher für Schwarz günstig ist. Daher sollte Weiß 7. Dd1–e2 spielen 7. … Dd8–c7 8. e4–e5!.

Nach 9. … a7–a6 kann Weiß seinen Bauern zurückgewinnen und behält die Initiative: 10. exf6 axb5 11. fxg7! Lf8xg7 12. Lc4xb5
9. … Sc6xe5? Nun kann 10. Lf4?! d6 11. Tc1 folgen. Nach 11. … Ld7 kann sich Schwarz noch verteidigen. Daher folgt 10. Sf3xe5! Und nun
10. … a7–a6!? 11. Lc1–f4! axb5 12. Lc4xb5 (droht Se5xd7) 12. … Db8–a7
siehe Sibirische Falle

Morra-Gambit

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Morra-Gambit
1. e2–e4 c7–c5
2. d2–d4 c5xd4
3. c2–c3

Weiß geht es mehr um ein positionelles Spiel. Nach Sg1–f3 kann der Springer über g5 die Felder e6 und f7 angreifen, nach Lf1–c4 unterstützt ihn der Läufer dabei.
Marc Esserman gibt Faustregeln an, wann man einen Springer oder Läufer opfern sollte:

  1. Der schwarze d-Bauer sollte nach Möglichkeit noch nicht auf d6 stehen um nach …exd5 und weißem e4xd5 selbst d5–d6 spielen zu können. Der Bauer lähmt dort oft den gesamten Damenflügel.
  2. Wenn ein schwarzer Springer auf c6 steht, ist weißes e4xd5 mit einem Angriff auf den Springer verbunden, was die Stärke des Opfers steigert. Danach kann Weiß möglicherweise sofort d5–d6 spielen.
  3. Der weiße weißfeldrige Läufer sollte nach Möglichkeit bereits Lc4–b3 gezogen haben. Einerseits ist er dann selbst nicht mehr so verwundbar gegen Angriffe wie …Sc6–a5, da der Läufer auf b3 durch den Bauern a2 verteidigt ist. Andererseits ist die c-Linie schneller für einen Turm frei.
  4. Schwarz sollte mindestens einen, besser zwei Züge von der Rochade entfernt sein. Nach …0–0 ist ein Opfer auf d5 selten gut.
  5. Falls Schwarz ein Tempo mit b5–b4 verschwendet, um den Springer auf c3 anzugreifen, gewinnt Sc3–d5 an Stärke.
  6. Nach …Sc6–a5 steigen die Erfolgsaussichten von Lb3–d5.

Schwarz kann das Gambit entweder A.) annehmen oder B.) ablehnen:

A.) Annahme

Mit 3. … d4xc3 4. Sb1xc3 nimmt Schwarz das Gambit an. Da Weiß keine konkreten Drohungen hat, stehen dem Schwarzen viele Aufbauten zur Verfügung, die sich oft an Varianten des offenen Sizilianers (2. Sg1–f3 d7–d6/e7e6/Sb8–c6 3. d2–d4 cxd4 4. Sf3xd4) orientieren. Weiß spielt, sofern nicht anders angegeben, 5. Sg1–f3, 6. Lf1–c4, 7. 0–0 8. Dd1–e2, 9. Tf1–d1 gefolgt von 10. Lc1–e3/f4/g5 (je nach schwarzem Aufbau) und 11. Ta1–c1.

Sibirische Falle
Ein Aufbau, der sich an der Taimanow-Variante orientiert, die sich durch …e7–e6, …Dd8–c7 und …Sb8–c6 auszeichnet, kann zur sibirischen Falle führen. Weiß sollte durch ein frühzeitiges Sc3–b5 die Dame auf c7 angreifen und dadurch weitere Tempi gewinnen.

Scheveninger Varianten
Die Scheveninger Variante des Morra-Gambits nach 4. … Sb8–c6 5. Sg1–f3 d7–d6 6. Lf1–c4 e7–e6 7. 0–0.
Aufbauten mit …e7–e6 gefolgt von …d7–d6 orientieren sich an der Scheveninger Variante. Es werden mehrere Untervarianten unterschieden:

nach 4. … Sb8–c6 5. Sg1–f3 d7–d6 6. Lf1–c4 e7–e6 7. 0–0
7. … Sg8–f6 8. Dd1–e2 8. Lf8–e7 9. Tf1–d1 droht Weiß 10. e4–e5 mit Angriff auf den Springer f6 und den Bauern d6, der nicht schlagen kann (10. … dxe5 Txd8 Damenverlust). Daher spielt Schwarz 9. … e6–e5, um das Feld zu blockieren, gibt aber dem Läufer c4 wieder die Sicht auf den schwachen Punkt f7 frei.
9. … Dc7? (zuvor sollte Schwarz …a6 spielen um den folgenden Zug zu verhindern) 10. Sb5! Db8 11. Lf4 Der Läufer fesselt nun den d-Bauern an die schwarze Dame.
9. … Ld7 10. Sb5 mit leichtem Vorteil für Weiß
9. … e5 Dies ist die klassische Hauptvariante des Gambits und seine positionellste Fortsetzung. Viele Autoren empfehlen hier 10. h3 um …Lg4 zu verhindern was den Springer f3 fesseln würde. Nach weiterem …Lxf3 könnte Schwarz mit …Sd4 das schwache Feld d4 erobern. 10. Le3! 0–0 11. Tac1
11. … Lg4 12. h3!
12. … Lh5 13. g4! Lg6 14. Sh4! mit geringem weißem Vorteil
12. … Lxf3 13. Dxf3 Tc8 14. De2! und Weiß steht ebenfalls etwas besser
11. … Le6 12. b4! (12. Lxe6 fxe6 13. Dc4 Dd7!)
Sxb4 13. Sxe5 mit Angriff
12. … a6 13. a3! Tc8?! 14. Lxe6!
11. … Ld7 12. a3 mit Kompensation für den geopferten Bauern

nach Systemen mit … a7–a6 kann die Schwarze Dame nach c7 ziehen, da sie dort nun nicht mehr per Sc3–b5 angegriffen werden kann.
7. … Le7 8. De2 a6 9. Td1 Dc7 10. Lf4! Se5?! 11. Lxe5! dxe5 12. Tac1 mit weißem Vorteil
7. … Sf6 8. De2 a6 9. Td1 Dc7 10. Lf4!
10. … Se5?! 11. Lb5+! mit Vorteil für Weiß
10. … Le7 11. e5!?(?!) Sh5! 12. Lg5! und Schwarz steht etwas besser 11. … dxe5? 12. Sxe5 Sxe5 13. Lxe5 mit Vorteil für Weiß
10. … Le7 11. Tac1! 0–0 12. Lb3
12. … Td8/Te8/Ld7 13. Sd5!
12. … Db8 13. e5! Sh5
14. Lg5 dxe5 15. Lxe7 Sxe7 16. Sxe5 mit Kompensation für den geopferten Bauern
14. Le3!? dxe5 15. Lb6! mit unklarer Stellung

Die Chicago-Verteidigung wird durch das Turmmanöver Ta8–a7–d7 charakterisiert, wo er die schwarze Dame gegen den weißen Turm auf d1 schützt, und entsteht nach 4. … e7–e6, 5. … a7–a6, 6. … d7–d6, 7. … Sb8–c6, 8. … b7–b5 (mit Tempogewinn auf den Lc4) und anschließendem …Ta8–a7 und …Ta7–d7

Die Finegold-Verteidigung entsteht nach 4. … d7–d6, 5. … e7–e6, 6. … a7–a6, 7. … Lf8–e7, 8. … Sg8–f6 geplant ist weiteres 9. … b7–b5 10. Lc4–b3 Sb8d7 Weiß kann jedoch mit 10. e4–e5 abweichen.

Systeme mit frühem …e7–e6, …Sg8–e7
Stellung nach 4. … Sb8–c6 5. Sg1–f3 e7–e6 6. Lf1–c4 mit geplantem …Sg8–e7 oder …Lf8–c5/b4

Systeme mit frühem …e7–e6, …Sg8–e7 möchten verhindern, dass der Springer nach …Sg8–f6 durch e4–e5 angegriffen werden kann wie in den Scheveninger Varianten. Geplant ist den Springer nach g6 zu ziehen. Weiß kann dies mit Lc1–g5 verhindern. Nach …h7–h6 oder …f7–f6 ist der Läufer angegriffen und muss wieder wegziehen; dafür ist die schwarze Bauernformation geschwächt. 4. … Sb8–c6 5. Sg1–f3 e7–e6 6. Lf1–c4

6. … Sg8–e7 7. Lc1–g5! mit Angriff
6. … a7–a6 7. 0–0 Sg8–e7 8. Lf1–g5!
8. … f7–f6 9. Lg5–e3
9. … Se7–g6 10. Lc4–b3 mit Angriff
9. … b7–b5 10. Lc4–b3!
10. … Lc8–b7 11. Sc3d5!?
10. … Sc6–a5 11. Sf3–d4!
8. h7–h6 9. Lg5–e3
9. … Se7–g6 10. Lc4–b3
9. … b7–b5 10. Lc4–b3

Systeme mit frühem …e7–e6, …Lf8–c5/b4
Systeme mit frühem …e7–e6, …Lf8–c5/b4 versuchen den Läufer vor dem Springer zu entwickeln, da er nach Sg8–e7 durch den Springer blockiert ist.

5. … Lb4? 6. Dd4!
5. … Lc5 6. Lc4 Se7 (d6 oder a6!?) 7. 0–0 a6 8. e5! und Weiß steht etwas besser
5. … Sc6 6. Lc4
6. … Lc5 7. 0–0
7. … Sge7 8. e5! mit leichtem weißen Vorteil
7. … a6 und nun 8. e5?! mit Gegenspiel oder 8. Lf4! mit Angriff
6. … Lb4 7. 0–0 Sge7 8. Dc2! mit Kompensation für den geopferten Bauern
6. … a6 7. 0–0 Dc7 (d6!?) und nun 8. Te1! mit Angriff oder 8. Sd5!!

Drachenvarianten
Varianten mit … g7–g6 orientieren sich an der Drachenvariante oder dem beschleunigten Drachen. Weiß sollte nach Lf1–c4, möglichst noch vor der Rochade mit Dd1–b3 fortsetzen, da nun die Bauern auf f7 und b7 angegriffen sind.

4. … g7–g6 5. Sg1–f3 Lf8–g7 6. Lf1–c4 d7–d6?! 7. Dd1–b3!
4. … Sb8–c6 5. Sg1–f3 g7–g6 6. Lf1–c4 (6. h4?! Sf6 [6. … h5?! 7. Lc4])
6. … d7–d6 7. Dd1–b3!
6. … Lf8–g7 7. e4–e5! (7. 0–0?! d7–d6!, 7. Db3?! Sa5!) 7. … Sc6xe5 8. Sf3xe5 Lb7xe5 9. Lc4xf7+ Ke8xf7 10. Dd1–d5+
10. … e6?
10. … Kg7!

Taylor-Verteidigung
Die Taylor-Verteidigung entsteht nach 4. … Sb8–c6, 5. … d7–d6, 6. … a7–a6, 7. … Sg8–f6. Geplant ist den Springer auf f3 durch Lc8–g4 und anschließendes Lg4xf3 abzutauschen. Weiß kann zwischen 8. Le3, 8. b4 und 8. Lf4 wählen.

Systeme mit frühem …Lc8–b7

4. … a7–a6 5. Lf1–c4 e7–e6 6. Sg1–f3 b7–b5 7. Lc4–b3 Lf8–b7 8. 0–0

Nach frühem …Lc8–b7 droht Schwarz oft den Bauern e4 zu gewinnen. Beispielsweise 4. … a7–a6 5. Lf1–c4 e7–e6 (b5? 6. Lxf7+ Kxf7 7. Dd5+ nebst Dxa8) 6. Sg1–f3 b7–b5 7. Lc4–b3 Lf8–b7 nach 8. … b5–b4 ist der Springer c3 angegriffen und muss wegziehen. Danach ist der Bauer e4 nicht mehr verteidigt: 9. … Lb7xe4. Weiß kann mit 8. Dd1–e2 den Bauern verteidigen oder mit 8. 0–0 ein Opfer anbieten. 8. 0–0

8. … d7–d6 9. Sf3–g5! ein Zug der in den offenen Varianten des Sizilianers nicht zur Verfügung steht da der Springer bereits nach d4 gezogen hat. Geplant ist ein Figurenopfer auf e6/f7. Nach 9. … Sf6? folgt beispielsweise 10. e5! dxe5? 11. Dxd8+ Kxd8 12. Sxf7+
8. … b5–b4 9. Sc3–d5! exd5 10. exd5 Der weiße Bauer d5 hemmt nun den gesamten schwarzen Damenflügel. Außerdem droht d5–d6 was den König noch weiter einschnürt
10. … Ld6 11. Te1+
11. … Se7 12. Sg5! 0–0 13. Dh5! mit entscheidendem Vorteil
11. … Kf8 12. Dd4! mit Vorteil für Weiß
10. … d6
11. Dd4!? mit unklarer Stellung
11. Te1+! Le7 gefolgt von 12. Dd4!? oder 12. Sd4!? mit Angriff

B.) Ablehnung

Ablehnungen im zweiten Zug sind nicht zu empfehlen: 1. e2–e4 c7–c5 2. d2–d4: Nach 2. … e7–e6 3. d4–d5 und 2. … d7–d6 3. dxc5 steht Weiß besser.

Nach 2. … c5xd4 3. c2–c3 kann Schwarz mit 3. … dxc3 in die angenommene Variante übergehen oder mit 3. … d7–d6, 3. … Dd8–a5!? 4. Lc1–d2!, 3. … e7–e5!? und 3. … g7–g6!? eigenständige Varianten wählen.

Bekannter nach 2. … c5xd4 3. c2–c3 sind:

3. … d4–d3 4. Lf1xd3. Weiß baut nun häufig mit c3–c4 einen Maróczy-Aufbau auf wie sie im beschleunigten Drachen vorkommen kann. Auf 4. … d5? folgt jedoch 5. Lb5+! mit Bauerngewinn. 4. … a6 5. c4! d6 6. h3! g6 7. Sf3 Lg7 und nun entweder 8. Sc3?! Lxc3+! mit unklarer Stellung oder 8. 0–0 Sc6 9. a3 mit weißen Raumvorteil
3. … Sg8–f6! 4. e4–e5 Sf6–d5 geht zur Alapin-Variante über.
5. cxd4 führt zur Hauptvariante der Alapin-Variante
5. Dxd4 e6 6. Sf3 bringt die Dame recht früh ins Spiel
5. Sf3!? Die schärfste Fortsetzung. Weiß kann sich mit der Rückeroberung des Bauern Zeit lassen.
5. … d6 6. Dxd4!? mit der Drohung Lb5+ (6. cxd4 führt zur Hauptvariante der Alapin-Variante: 6. … Sc6 7. Lc4 Sb6 8. Lb5 dxe5 9. Sxe5 Ld7)
5. … e6 6. cxd4
6. … d6 und nun 7. a3!? mit leichtem weißen Vorteil oder 7. Lc4!? mit ausgeglichener Stellung
6. … b6
5. … Sc6 6. Lc4!? Sb6 7. Lb3
7. … g6 8. Sg5! mit Angriff
7. … d5 (oder d6) 8. exd6 Dxd6 9. 0–0 mit Angriff
3. … d7–d5 4. e4xd5 Dd8xd5 geht zur Alapin-Variante über.

Scheveninger Variante

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1. e2–e4 c7–c5 2. Sg1–f3 d7–d6 (e7–e6) 3. d2–d4 c5xd4 4. Sf3xd4 Sg8–f6 5. Sb1–c3 e7–e6 (d7–d6)

Scheveninger Variante

 

Der Name der Eröffnung geht auf die Turnierpartie zwischen Géza Maróczy und Max Euwe zurück, welche 1923 im holländischen Seebad Scheveningen ausgetragen wurde.

Charakteristisch ist das „kleine Zentrum“ mit e6 und d6. Schwarz baut sich flexibel auf und sucht das Spiel am Damenflügel über die halboffene c-Linie und gegebenenfalls mit den Bauernzügen a7–a6 und b7–b5. Oder er wird nach Entwicklung seiner Figuren mit Lf8–e7, 0–0, Sb8–c6 (oder Sb8–d7) im Zentrum aktiv (mit d6–d5 bzw. e6–e5). Weiß kann versuchen, den Vorstoß d6–d5 zu hemmen, z. B. indem er mittels Lf1–c4 das Feld d5 kontrolliert oder mit Lc1–g5 den Springer auf f6 angreift. 6. … Lf8–e7! ist aber hier gegen diese beiden ansonsten hochinteressanten weißen Züge das Genaueste.

Varianten

  • 6. g2–g4, der Keres-Angriff
  • 6. Lf1–e2
  • 6. g2–g3
  • 6. f2–f4
  • 6. Lf1–c4, die Fischer-Variante (Siehe Sosin-Variante)
  • 6. f2–f3, der Englische Angriff und
  • 6. Lc1–e3, womit ebenfalls das System des Englischen Angriffs mit Le3, Dd2, f3, g4 eingeleitet werden soll.

6. Lc1–g5 findet hier die sofortige genaue Antwort Lf8–e7! nebst 7. … h7–h6. 7. Dd1–d2 deckt zwar den Lg5. 7. … h7–h6 ändert das, weil 8. Lg5–h4 an Sf6xe4 scheitert.

Der klassische Aufbau des Weißen in dieser Variante ist Lf1–e2, 0–0, f2–f4, Kg1–h1 mit der Absicht Dd1–e1–g3. Dabei könnte Sb8–c6 mit Lc1–e3 und a7–a6 mit a2–a4 beantwortet werden.

Klassischer Sizilianer

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3. d2–d4 c5xd4 4. Sf3xd4 Sg8–f6 5. Sb1–c3 Sb8–c6

Die klassische Variante der Sizilianischen Verteidigung erhält ihren Namen von den „klassischen“ Entwicklungszügen der Springer. Viele Möglichkeiten fortzusetzen – z.B. 6. Lc1–g5 (die Richter-Rauser-Variante) und 6. Lf1–c4 (die Sosin-Variante).
6. Lf1–e2, 6. g2–g3, 6. Lc1–e3, 6. f2–f3 und 6. f2–f4 sind weitere Optionen. 6. Lf1–e2 e7–e6 führt zur Scheveninger Variante, 6. Lf1–e2 g7–g6 zur Drachenvariante. 6. Lf1–e2 e7–e5 ist die Boleslawski-Variante.
Der schwarze Springer c6 übt Druck auf den weißen Springer d4 aus und modifiziert einige weiße Fortsetzungen im Vergleich zur Najdorf-Variante. Nach 6. g2–g3 verkompliziert hier 6. … Lc8–g4 die Situation. Nach dem wünschenswerten 7. f2–f3 ist Weiß durch 7. … Sc6xd4 zum vorübergehenden Bauernopfer 8. Dd1xd4 Lg4xf3 9. Lf1–b5+ Sf6–d7 gezwungen. In der Boleslawski-Variante kann nach 7. Sd4–b3 Lf8–e7 8. 0–0 0–0 9. Lc1–e3 der Doppelschritt des schwarzen a-Bauern geschehen. 9. … a7–a5 10. a2–a4 bietet das prächtige Sc6–b4 zur Durchsetzung von d6–d5.