Abgelehntes Königsgambit

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Natürlich will ich hier Eröffnungen nicht nur theoretisch erlernen, sondern dann auch spielen. In der Absicht das Königsgambit in der Praxis zu versuchen stellte ich aber fest, dass es in den ersten Partien immer abgelehnt wurde. Keiner zeigte Interesse an den Bauern auf f4. Daher beschäftige ich mich zuerst einmal mit dem abgelehnten Königsgambit, um dann eben beide Eröffnung zu üben.
Am häufigsten wurde auf das angebotene Gambit mit der klassischen Ablehnung 2. … Lf8–c5 geantwortet.

Die häufigsten Varianten sind:

  • 2. … Lf8–c5, die klassische Ablehnung mit der weiteren Folge 3. Sg1–f3 d7–d6 4. Sb1–c3 Sg8–f6.
  • 2. … d7–d5 3. e4xd5 e5–e4, die Hauptvariante des Falkbeer-Gegengambits.
  • 2. … d7–d5 3. e4xd5 c7–c6, das Nimzowitsch-Gegengambit.

Zu Punkt 1, der klassischen Ablehnung:
3. Sg1–f3
3. … d7–d5 führt zu chaotischen Stellungen
4. Dd1–e2!?
4. Sf3xe5 dxe4 5. Dd1–h5 Gilt laut Theorie als Widerlegung des Schwarzen Bauernopfers, da die Dame so …Dh5+ verhindert und den Läufer c5 sowie f7 angreift.
3. … Sb8–c6 4. fxe5
3. … d7–d6 ist die Hauptvariante
Die könnte etwas so aussehen und dann in einem Remis enden:


Eine Variation, die oft vorkommt, da die Sizilianische gerne gespielt wird:

Skandinavische Verteidigung

zurück zu Eröffnungen beginnt mit den Zügen 1. e2–e4 d7–d5


 

 

Die Skandinavische Verteidigung beginnt mit den Zügen 1. e2–e4 d7–d5

 

 

 

Eine sehr interessante „unsterbliche“ Partie kann hier als Beispiel angeführt werden, nämlich
die Peruanische Unsterbliche, bei der beide Türme und die Dame geopfert werden.

Mir gefallen viele Gambits, aber nicht, wenn man mir so (gleich mit dem Damenbauern) kommt. Tennison sah das anders und kreierte das Tennison-Gambit als eine Variation, die, mit vertauschten Farben, dem Budapester Gambit ähnelt.

Jetzt sehe ich mir den letzten Teil (Hacking The Scandinavian!) der Serie Spicy Gambits! von GM Simon Williams an.


Der Springer macht sich auf e5 fast immer recht gut.

Dann gibt es hier noch ein „beschwindelndes“ 😉 Video:

Aljechin-Verteidigung

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Die Aljechin-Verteidigung beginnt mit 1. e2–e4 Sg8–f6
Varianten:
Jagdvariante: 3. c2–c4 Sd5–b6 4. c4–c5
Moderne Variante: 3. d2–d4 d7–d6 4. Sg1–f3
Vierbauernangriff: 3. d2–d4 d7–d6 4. c2–c4 Sd5–b6 5. f2–f4
Abtauschvariante: 3. d2–d4 d7–d6 4. c2–c4 Sd5–b6 5. e5xd6
Skandinavische Variante: 2. Sb1–c3
2. … d7–d5 (nach e7–e5 geht die Partie durch Zugumstellung in die Wiener Partie über) und nun:
3. e4–e5 (mit möglichem Übergang in die Steinitz-Variante der Französischen Verteidigung durch Zugumstellung) oder
3. e4xd5
Maroczy-Variante: 2. d2–d3


https://www.youtube.com/watch?v=LivFZ9jESUM
https://www.youtube.com/watch?v=5qMBMlYTSR4

Pirc-Ufimzew-Verteidigung

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Die Pirc-Ufimzew-Verteidigung (auch Jugoslawisch) ist nach den Meisterspielern Vasja Pirc und Anatoli Ufimzew benannt und beginnt mit 1. e2–e4 d7–d6 2. d2–d4 Sg8–f6 3. Sb1–c3 g7–g6

 

 

Zuerst einmal Pirc für Weiß nach Pirc Defense for White.

2- Übung:

Pirc Defense for Black wird hier noch ausgearbeitet.

Caro-Kann-Verteidigung

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Die Grundstellung der Caro-Kann-Verteidigung entsteht nach den Zügen: 1. e2–e4 c7–c6

Die Bezeichnung geht auf den Deutschen, Horatio Caro und den Wiener, Marcus Kann zurück. Dass Schwarz 2. … d7–d5 ist offensichtlich, doch bevor ich näher auf die Variationen eingehe noch eine kleine Warnung für diejenigen, die Caro-Kann erlernen wollen. Aufpassen, es gibt gleich am Anfang Fallen, die peinlich werden könnten:

Ja, im schlimmsten Fall für Schwarz, gäbe es schon nach 5 Zügen ein schönes ersticktes Matt:

Varianten nach 3. Sb1–c3 (bzw. 3. Sb1–d2) d5xe4 4. Sc3xe4 (bzw. 4. Sd2xe4):

  • Klassisches System: 4. … Lc8–f5 5. Se4–g3 Lf5–g6
    Weiß deckt den Bauer – Tausch – und dann kommt Schwarz mit dem Läufer, was Weiß zu 6.h4 einlädt.

    Flohr-System/PetrosjanSmyslow-System: 4. … Sb8–d7
    Dazu gibt es das legendäre Spiel:


    Siehe dazu auch 20 Jahre Kasparov gegen Deep Blue.

    Larsen-Variante: 4. … Sg8–f6 5. Se4xf6+ g7xf6
    In dieser Variante nimmt Schwarz einen Doppelbauern in Kauf und erhält dafür auf der halboffenen g-Linie und durch sein Bauernzentrum aktives Spiel. Allerdings hat der schwarze Aufbau auch erhebliche Nachteile: Der Doppelbauer macht das schwarze Spiel unflexibler, und der isolierte h-Bauer neigt im Endspiel zur Schwäche.
    Nimzowitsch-Variante: 4. … Sg8–f6 5. Se4xf6+ e7xf6

    Varianten mit 3. Sb1–c3 ohne Tausch auf e4:

    • Gurgenidze-Gegenangriff: 3. Sb1–c3 b7–b5
    • Modernes oder Gurgenidze-System: 3. Sb1–c3 g7–g6

    Der Panow-Angriff aus Wikipedia:

    3. e4xd5 c6xd5 4. c2–c4 Sg8–f6 5. Sb1–c3. Schwarz hat drei Hauptfortsetzungen:

    • Mit 5. … e7–e6 verzichtet Schwarz auf die Entwicklung seines weißfeldrigen Läufers nach f5 oder g4 und festigt sein Zentrum. Nach 6. Sg1–f3 Lf8–e7 7. c4xd5 Sf6xd5 8. Lf1–d3 Sb8–c6 entsteht eine typische Isolani-Stellung der Verbesserten Tarrasch-Verteidigung. Das gilt ebenso für 7. c4xd5 Sf6xd5 mit 6. … Lf8–b4 statt Lf8–e7. 6. Sg1–f3 Lf8–e7 7. c4–c5 ist deshalb der als Caro-Kann einzuordnende Weg. Nach weiterer kurzer Rochade beabsichtigt Schwarz den Bauernhebel … b7–b6. Falls Weiß seinen Bauern c5 durch 8. b2–b4 vorsorglich deckt, ist der Sc3 ungedeckt. Darauf wird Schwarz Gegenspiel im Zentrum und am Königsflügel suchen durch … Sf6–e4. Das zeigt sich z. B. in 7. c4–c5 0–0 8. b2–b4 Sf6–e4 9. Dd1–c2 f7–f5.
    • Nach 5. … Sb8–c6 beginnt ein eigenständiger Variantenkomplex, der teilweise zu sehr konkretem Spiel führt und bis ins Endspiel analysiert ist. Beispielsweise besiegte Michail Botwinnik beim Turnier in Moskau 1935 Rudolf Spielmann in nur 12 Zügen.[2] Zwar kann Schwarz seinen Läufer weiterhin nach f5 oder g4 entwickeln, er muss aber dafür mit dem Vorstoß c4–c5 rechnen, der mit dem schwarzen Springer auf c6 stärker ist als ohne: Nach dem Hebel … b7–b6 ist dieser ungedeckt und kann mittels Lf1–b5 angegriffen werden. Für den anderen schwarzen Bauernhebel … e7–e5 wäre der Abtausch Lb5xc6 nachteilig. Nach 5. … Sb8–c6 6. Lc1–g5 oder 6. Sg1–f3 Lc8–g4 beginnen eigenständige Varianten, während 6. … e7–e6 jeweils durch Zugumstellung zur ersten Variante führt. 6. … Le6 war ein Versuch Alexander Aljechins
    • 5. … g7–g6 opfert nach 6. Dd1–b3 lieber vorübergehend den Bauern d5 mit 6. … Lf8–g7 7. c4xd5 0–0.

    Die Vorstoßvariante
    Im Gegensatz zur Vorstoßvariante der Französischen Verteidigung entwickelt Schwarz nach 3. e4–e5 zumeist seinen Läufer mit 3. … Lc8–f5, um im nächsten Zug mit … e7–e6 den Punkt d5 zu festigen und den Bauernhebel … c6–c5 vorzubereiten. Weiß hat zahlreiche Möglichkeiten im vierten Zug: Lf1–d3, h2–h4, g2–g4, Sg1–e2, c2–c4, c2–c3, Lc1–e3, Sb1–d2, f2–f4, sowie

    Das positionelle Short-System: 4. Sg1–f3 gefolgt von 5. Lf1–e2 und
    Das scharfe Van-der-Wiel-System: 4. Sb1–c3 e7–e6 5. g2–g4 Lf5–g6 6. Sg1–e2.
    Die Varianten mit f2–f4, c2–c3 und Lc1–e3 können auch durch Zugumstellung ineinander übergehen.

    Oft wird der schwarze Läufer auf f5 das Ziel weißer Angriffe, etwa durch g2–g4, h2–h4–h5 (Partiebeispiel) oder Sg1–e2–g3 bzw. Sg1–e2–f4 oder kann im Falle einer Öffnung des Damenflügels durch c2–c4 dort fehlen. Deshalb gewinnt in letzter Zeit die Fortsetzung 3. … c6–c5, die Michail Botwinnik in der Schachweltmeisterschaft 1961 dreimal gegen Michail Tal spielte, wieder an Popularität.

    Abtauschvariante
    3. e4xd5 c6xd5 4. Lf1–d3. Nach folgendem c2–c3 und … e7–e6 entspricht diese Stellung der Abtauschvariante des Damengambits mit vertauschten Farben. 4. … Sg8–f6 bereitet … Lc8–g4 vor. Nach 5. h2–h3 Sb8–c6 6. c2–c3 e7–e5 7. d4xe5 Sc6xe5 hat Schwarz zwar einen Isolani, aber freies Spiel. Ab dem Jahre 2007 kam die Abtauschvariante in der Form 2. Sg1- f3 d7–d5 3. e4xd5 c6xd5 4. Sf3–e5 auf. Diese sogenannte „Apocalypse Attack“ erschwert die Entwicklung des Lc8 und behält sich Lf1–b5 vor.

    Fantasy-Variante
    Mit 3. f2–f3 wird zwar der Bauer e4 gedeckt; dieser Zug gilt allerdings als zweischneidig, da er nichts für die Entwicklung der Figuren leistet. Schwarz kann mit 3. … e7–e6 nebst … Sg8–f6 oder 3. … g7–g6 fortsetzen. Eine weitere interessante Idee ist, die Springer nach d7 und e7 zu entwickeln, um dann mit c5 oder e5 das weiße Zentrum zu attackieren (Hebel). Nicht selten wird mit 3. … d5xe4 4. f3xe4 e7–e5 (drohendes Damenschach auf h4) fortgesetzt, womit die Situation im Zentrum etwas geklärt wird und Schwarz freies Figurenspiel erhält. Analog zum Blackmar-Diemer-Gambit kann der Anziehende stattdessen (nach 3. … d5xe4) auch einen Bauern mit 4. Sb1–c3 opfern.

    Zweispringer-System
    2. Sg1–f3 d7–d5 3. Sb1–c3. Dies wurde von Bobby Fischer gern gespielt. Durch 3. … d5xe4 4. Sc3xe4 Lc8–g4 erschwert Schwarz die weiße Zentrumsbildung.

    Königsindischer Angriff
    2. d2–d3 mit der Idee 3. Sb1–d2, 4. g2–g3, 5. Lf1–g2 usw.

    Anti-Caro-Kann
    2. c2–c4 (Beschleunigter Panow-Angriff)

    Eine eigenständige Fortsetzung ist 2. … e7–e5.
    2. … d7–d5 3. e4xd5 c6xd5 wird das Panow-System ergeben. 3. … Sf6 bietet das Skandinavische Gambit an, mit dem man auf Entwicklungsvorsprung spielt.
    Rasa-Studier-Gambit
    2. d2–d4 d7–d5 3. Sb1–c3 d5xe4 4. f2–f3
    mit ECO-Schlüssel B15[3]

Modern Italian Game – früher Zug nach d5

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Typischerweise beginnt die italienische Partie mit den Zügen:

1. e2–e4 e7–e5
2. Sg1–f3 Sb8–c6
3. Lf1–c4 Lf8–c5

Zuerst einmal eine schöne klassische Italienische:
Mikhail Kobalia vs Vladimir Petkov
Italian Game: Classical Variation. Giuoco Pianissimo (C53) · 1-0

Dann ein Video und die Überlegungen dazu:

Königsgambit

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Typischerweise beginnt das Königsgambit (ECO C30 – 39) mit den Zügen:
1. e2–e4 e7–e5 2. f2–f4

 

 

Nun, bei Königsgambit denke ich natürlich gleich an die „Unsterbliche Partie“, wahrscheinlichst die berühmteste Schachpartie überhaupt. Für das Schachmatt werden ein Läufer, beide Türme und die Dame geopfert!
Unsterbliche Partie


Folgende Überlegungen stammen großteils aus Crush with the King’s Gambit von GM Simon Williams. Und darum wird es gehen:

  • Erfahren Sie, wie Sie ab Schritt zwei die Initiative ergreifen können!
  • Lernen Sie wichtige taktische Ideen, um zu opfern und brillante Gewinne zu erzielen!
  • Lerne Positionspläne, um ein gutes Spiel zu erzielen, auch wenn Schwarz gut verteidigt.

Diese romantische Eröffnung ist im Top-Level-Spiel aus der Mode gekommen, aber das bedeutet nicht, dass sie nicht anderswo Punkte sammeln kann und es ist eine riskante Eröffnung für beide Seiten. Hier das erste Beispiel, bzw. die erste Studie dazu:

2. Beispiel

3. Beispiel

4. Beispiel

5. Beispiel

Läuferspiel

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Typischerweise beginnt das Läuferspiel (ECO C23–C24) mit den Zügen:
1. e2–e4 e7–e5 2. Lf1–c4

Die am häufigsten gespielten Erwiderungen sind 2. … Sg8–f6, 2. … Lf8–c5, und 2. … Sb8–c6. Es gibt Übergänge, z. B. durch 3. Sg1–f3 in das Königsspringerspiel oder z. B. in die Wiener Partie durch 3. Sb1–c3.
Heut ist das Läuferspiel eher selten anzutreffen.

Manche probieren damit tatsächlich auch das Schäfermatt, welches sich aus dem Läuferspiel ableitet: 1. e4 e5 2. Lc4 Sc6 3. Dh5 Sf6 4. Dxf7#


Die Variationen zitiere ich aus Wikipedia:

2. … Sb8–c6
Diese Erwiderung bietet oft Übergänge in andere Eröffnungen: 3. Sg1–f3 führt ins Königsspringerspiel, 3. Sb1–c3 führt in die Wiener Partie.

Nach 3. d2–d3 Sg8–f6 geht Weiß mit 4. Sb1–c3 in die Wiener Partie über, mit 4. Sg1–f3 in das Zweispringerspiel im Nachzuge. Eine Ausnahme bildet allerdings die Variante 3. f2–f4. Dieses Bauernopfer leitet ins Königsgambit über. Weiß hat gute Chancen für den Bauern genügend Kompensation und Raumvorteil zu erhalten.

3. … e5xf4 4. Sg1–f3 g7–g5 5. 0–0 Lf8–g7

(eine andere Möglichkeit für Schwarz wäre 5. … g5–g4 6. Sf3–e1 Lf8–c5+ 7. Kg1–h1 Dd8–g5. Nach 7. … Sc6–a5? 8. Lc4xf7+! Ke8xf7 9. Tf1xf4+ Kf7–e8 10. Dd1xg4 Dd8–e7 11. Dg4–h5+ jedoch bekam Weiß in Morch – Hansen, Kopenhagen 1954 einen unwiderstehlichen Angriff.)

6. d2–d4 d7–d6 7. c2–c3 h7–h6 ergibt die Hanstein-Variante des Königsspringergambits.

2. … Sg8–f6 (Berliner Verteidigung)
Neben Varianten, welche zu verwandten Eröffnungen wie dem Zweispringerspiel im Nachzuge durch 3. Sg1–f3 Sb8–c6 (3. … Sf6xe4 ist das Boden-Kieseritzky-Gambit der Russischen Verteidigung) oder durch 3. Sb1–c3 zur Wiener Partie und ihrer Frankenstein-Dracula-Variante führen können, gibt es noch andere Fortsetzungen: das passive 3. d2–d3 welches c7–c6 4. Sg1–f3 d7–d5 zulässt ; 3. d2–d4, das Urusov-Gambit, (im englischen Sprachraum Ponziani’s Gambit genannt) ; 3. f2–f4 (im englischen Sprachraum Greco Gambit genannt), das die Erwiderung 3. … Sf6xe4 4. d2–d3 Se4–d6 bekommt.

Das Angenommene Urusov-Gambit mit 3. d2–d4 e5xd4 4. Sg1–f3 Sf6xe4 5. Dd1xd4 samt seinen drei Hauptvarianten – entsprechend dem fünften Zuge von Schwarz – ermöglicht Weiß trotz Verlusts eines Zentrumsbauern einen Tempo- und Raumgewinn erzielen zu können. Gutes Zusammenspiel der Figuren und bestmöglicher Einsatz ihrer Feuerkraft ergeben bei folgerichtiger Fortsetzung einen leichten Vorteil für Weiß.

Versucht Schwarz dieses Abspiel durch 4. … Sb8–c6 zu vermeiden, landet er in der Variante 4. d2–d4 e5xd4 des Zweispringerspiel im Nachzuge.

2. … c7–c6
Schwarz plant damit den Bauernzug d7–d5. Weiß kann dies mit 3. Dd1–e2 unterbinden, aggressives Spiel mit 3. d2–d4 entwickeln oder normal weiterentwickeln und damit 3. … d7–d5 zulassen.

3. Dd1–e2 In diesem Falle ist es für Schwarz möglich, den d-Bauern mit 3. … d7–d6 nur ein Feld nach vorne zu schieben, mit anderen Zügen solide weiter zu entwickeln oder mit 3. … Lf8–c5 zulassen, dass Weiß eine Kombination versuchen kann.
3. … Lf8–c5 4. Lc4xf7+!? Ke8xf7 5. De2–c4+ d7–d5 6. Dc4xc5 d5xe4 7. Dc5xe5 Sg8–f6 (Diagramm). Nun hat Weiß einen Bauern gewonnen, aber zum Ausgleich erhält Schwarz starke Initiative, sodass Weiß nun sehr genau spielen muss. Zudem hemmt der schwarze e-Bauer die weiße Entwicklung. In der Partie Boharchirtuk – Fleischmann (Regensburg, 1946) folgte weiterhin 8. Sg1–e2 Tf8–e8 9. De5–d4 Dd8–c7 10. Sb1–c3 Lc8–f5 11. Se2–g3 Lf5–g6 12. Dc4–c5+ Kf7–f8 und Weiß hat das Gröbste überstanden. Statt 9. … Dd8–c7, wäre allerdings wohl Dd8xd4 angebracht gewesen, mit der Variante 10. Se2xd4 Te8–d8 11. Sd4–e2 Sb8–a6!? droht Sa6–b4 12. a2–a3 unklare Stellung, Weiß ist als Ausgleich für den Bauerngewinn in einem deutlichen Entwicklungsnachteil.
3. d2–d4!?
3. … e5xd4?! 4. Dd1xd4 Die Dame lässt sich aufgrund des derzeit verstellten Feld c6 nur schwer vertreiben.
3. … d7–d5 4. e4xd5 c6xd5 5. Lc4–b5+ Lc8–d7 6. Lb5xd7+ Sb8xd7 7. d4xe5 Sd7xe5 danach entwickelt sich ein eher ruhiges Spiel, wobei Schwarz allerdings mit dem Manko des d-Isolani leben muss. Es ist möglich: 8. Sg1–e2!? Sg8–f6 9. 0–0 Lf8–d6 10. Sb1–c3 Ld6–c7 11. Lc1–g5 Se5–g4 12. h2–h3 h7–h6 13. Lg5–h4 g7–g5 14. h3xg4 g5xh4 15. Se2–d4 Th8–g8 16. f2–f3 Lc7–e5 17. Tf1–e1 Dd8–e7 18. f3–f4 (Computerpartie 386/33 Rex 2 30 – Super C, 1991) Schwarz gerät unter die Räder.
3. Sg1–f3 Weiß kann auch d7–d5 bewusst zulassen, um abzutauschen und seine Stärken in der Figurenentwicklung suchen. Z. B.: 3. … d7–d5 4. e4xd5 c6xd5 5. Lc4–b5+ Lc8–d7 6. Dd1–e2 mit ausgeglichener Stellung
Sonstige Erwiderungen
2. … Lf8–c5 bietet einen Übergang ins Italienische: 3. Sg1–f3 Sb8–c6.
3. Dd1–h5 droht das Schäfermatt.

2. … f5?!, das nach Gioacchino Greco benannte „Kalabrische Gegengambit“, gilt als riskante und zweischneidige Fortsetzung, weil Weiß mittels 3. Lc4xg8 Th8xg8 4. Dd1–h5+ g7–g6 5. Dh5xh7 Tg8–g7 6. Dh7–h8 die Zerstörung des schwarzen Königsflügel gelingt.
2. … b7–b5?! ist ein Bauernopfer, das Schwarz nicht weiter hilft: 3. Lc4xb5 c7–c6 4. Lb5–e2 d7–d5 5. e4xd5 c6xd5 6. d2–d4

Teil 3 : Wilhelm Steinitz – Weltmeister 1886 – 1894

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2. Schachweltmeisterschaft 1889

Hier finden Sie das PGN-File WM1889Steinitz_Chigorin mit den unten angeführten 17 Partien.

1. Spiel der WM 1889 Evans-Gambit, C52

2. Spiel der WM 1889 Damenbauernspiel, D02

3. Spiel der WM 1889 Spanische Partie, Alte Steinitz-Verteidigung, C62

4. Spiel der WM 1889 Damenbauernspiel, D02

5. Spiel der WM 1889 Evans-Gambit, C52

6. Spiel der WM 1889 Damenbauernspiel, D02,

7. Spiel der WM 1889 Evans-Gambit, C52

8. Spiel der WM 1889 Damengambit, Halbslawische Verteidigung, D46

9. Spiel der WM 1889 Evans-Gambit, C52

10. Spiel der WM 1889 Damengambit, Tschigorin-Verteidigung, D07

11. Spiel der WM 1889 Evans-Gambit, C52


12. Spiel der WM 1889 Damengambit, Tschigorin-Verteidigung, D07


13. Spiel der WM 1889 Evans-Gambit, C52

14. Spiel der WM 1889 Damengambit, Tschigorin-Verteidigung, D07


15. Spiel der WM 1889 Evans-Gambit, C52


16. Spiel der WM 1889 Réti-Eröffnung, A04


17. Spiel der WM 1889 Evans-Gambit, C52

Weblinks:
Schachweltmeisterschaft 1889

Wiener Partie

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Die Wiener Partie beginnt mit den Zügen

1. e2–e4 e7–e5 2. Sb1–c3

Überleitungen zum Königsgambit, Läuferspiel und zum Vierspringerspiel sind möglich.

 

Hauptvarianten nach Wikipedia:

  • 2. … Sg8–f6
    • 3. Lf1–c4 (nach Sf6xe4 kann 4. Dd1–h5 folgen mit Übergang in die scharfe Frankenstein-Dracula-Variante; Sc6 wird das Zweispringerspiel im Nachzuge)
    • 3. g2–g3, das positionelle Fianchetto-System
    • 3. f2–f4 d7–d5 4. f4xe5 Sf6xe4 5. Dd1–f3 Sb8–c6 6. Lf1–b5 Se4xc3 ist die Hauptvariante
  • 2. … Sb8–c6
  • 2. … Lf8–c5 (Siehe Unsterbliche Remispartie) sollte mit 3. Sg1–f3 d7–d6 4. d2–d4 beantwortet werden. (3. … Sb8–c6 führt zum Dreispringerspiel)

20. Spiel der WM 1886 Wiener Partie, Steinitz-Gambit, C25

In der 20. Partie spielte Steinitz sein berüchtigtes Steinitz-Gambit, das Weiß einen sofortigen Wanderkönig beschert. Zukertort spielte die Verwicklungen jedoch nicht in bester Weise und verlor nach einem groben Fehler im 15. Zug die Dame. Die Aufgabe im 19. Zug machte diese Partie zur kürzesten entschiedenen Partie einer Weltmeisterschaft. Diesen Status verlor sie erst durch die 8. Matchpartie der WM 2012, die nur 17 Züge dauerte. 1. e4 e5 2. Sc3 Sc6 3. f4 exf4 4. d4 d5 5. exd5 Dh4+ 6. Ke2 De7+ 7. Kf2 Dh4+ 8. g3 fxg3+ 9. Kg2 Sxd4 10. hxg3 Dg4 11. De1+ Le7 12. Ld3 Sf5 13. Sf3 Ld7 14. Lf4 f6 15. Se4 Sgh6?? 16. Lxh6 Sxh6 Nun entscheidet eine kleine Kombination mit Qualitätsopfer, Fesselung und Gabel. 17. Txh6 gxh6 18. Sxf6+ Kf7 19. Sxg4 1:0 (Stand: Steinitz 12,5 : 7,5 Zukertort)