B22 Sicilian Alapin-Variante

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Es gibt übrigens auch eine Alapin Eröffnung, dann ein Gambit in der Französischen und eine Variante in der Spanischen.
Siehe dazu auch Alapin Variante (Wikipedia) aus der ich hier zitiere:
Die Idee von 2. c2–c3 besteht darin, 3. d2–d4 zu spielen. Nach 3. … c5xd4 4. c3xd4 erhielte Weiß das Bauernzentrum, das als vorteilhaft gilt. Er hat jedoch zwei Nachteile: Einerseits entwickelt er keine Figur und blockiert andererseits das Feld c3 für den Springer auf b1. Das schwarze Gegenspiel beruht daher auf dem Umstand, dass Weiß diesen Springer momentan nicht auf sein bestes Feld ziehen kann. Mit 2. … d7–d5 oder 2. … Sg8–f6 greift er sofort den Bauern auf e4 an, der nicht mittels Sb1–c3 verteidigt werden kann.
2. … Sg8–f6
Mit 2. … Sg8–f6 kann Schwarz den weiße e-Bauern angreifen, der nicht durch 3. Sb1–c3 verteidigt werden kann. 3. d2–d3 ist sehr passiv. Daher folgt ähnlich wie in der Aljechin-Verteidigung (1. e2–e4 Sg8–f6) nun 3. e4–e5 mit Angriff auf den Springer. Da er nach 3. … Sf6–e4?? 4. d2–d3 verloren geht, spielt Schwarz 3. … Sf6–d5. Weiß kann nun wie in der Aljechin-Verteidigung weiter den Springer angreifen, was ihm jedoch keine Vorteile einbringt: 4. c3–c4 Sd5–b4 5. a2–a3 Sb4–c6. In der resultierenden Stellung fehlt es dem weißen e-Bauern an Unterstützung. Meist verfolgt Weiß daher den ursprünglich entworfenen Plan und spielt 4. d2–d4 c5xd4. Nun kann er sofort mit 5. cxd4 zurückschlagen was meist über Zugumstellungen wieder zur Hauptvariante führt: 5. … d7–d6 6. Sg1–f3 Sb8–c6. Möglich ist 5. Dxd4 was aber selten gespielt wird. Schwarz antwortet mit 5. … e7–e6 um den Springer zu verteidigen und kann anschließend die Dame mit … Sb8–c6 angreifen. Stattdessen spielt Weiß meist 5. Sg1–f3.
(5. … dxc3?? 6. Dd1xd5.) Die Hauptzüge sind 5. … e7–e6 (6. cxd4 d6 [b6 7. a3 La6] 7. a3!?) und 5. … Sb8–c6.
2. … d7–d5
Nach 2. … d7–d5 greift der schwarze d-Bauer den weißen e-Bauern an. Die Variante gilt als sehr solide und weist eine hohe Remisquote von 38 % auf. Garry Kasparow spielte diese Variante gerne, unter anderem in der berühmten Partie gegen den Computer Deep Blue, die Kasparow verlor. (Siehe Deep Blue – Kasparow, Philadelphia 1996, 1. Wettkampfpartie; dies war die erste Partie, die ein Schachweltmeister gegen einen Computer verlor.)

3. e5 ist zwar möglich, leitet aber nach weiterem 3. … Lf5! 4. d4 e6 in eine Variante über, die der französischen Vorstoßvariante gleicht. Während jedoch dort der Läufer auf c8 bleibt und hinter der Bauernkette d5/e6/f7 eingesperrt ist, hat er hier aktives Spiel. Daher tauscht Weiß meist die Bauern ab: 3. e4xd5 Dd8xd5 Die Dame früh ins Spiel zu bringen, ist selten empfehlenswert, hier kann sie jedoch nicht wie beispielsweise in der Skandinavischen Verteidigung durch Sb1–c3 angegriffen werden.[2]

Nach weiterem 4. d2–d4 hat Schwarz mehrere Pläne zur Verfügung. Er kann versuchen den Bauern auf d4 zu erobern, Weiß hat jedoch grundsätzlich ausreichende Verteidigungsmöglichkeiten: 4. … Sb8–c6 5. Sg1–f3 Lc8–g4 fesselt den Springer an die weiße Dame. 6. Lf1–e2 c5xd4 7. c3xd4 e7–e6 führt zu ausgeglichenem Spiel. Die „Eroberung“ des Bauern scheitert an der Taktik: 7. … Lg4xf3? 8. Le2xf3 Dd5xd4?? 9. Lf3xc6+! bxc6 10. Dd1xd4 Damenverlust. Die Hauptvariante lautet 4. … Sg8–f6 5. Sg1–f3 Nun ist 5. … Lc8–g4 möglich, um den Läufer vor die Bauernkette zu entwickeln oder das solide 5. … e7–e6. Danach hat Weiß zahlreiche spielbare Züge zur Auswahl: 6. Lf1–e2, 6. Lf1–d3 oder 6. Lc1–e3 Weiß droht nun mit 7. dxc5 den c-Bauern zu erobern und zwingt dadurch Schwarz zum Abtausch, sodass das Feld c3 wieder für den weißen Springer frei wird. 6. … c5xd4 7. c3xd4 Sb8–c6 8. Sb1–c3 Dd5–d6 Nach dem Springerzug war die Dame angegriffen und musste wegziehen. Sie kann auch wie in der Skandinavischen Verteidigung nach a5 oder d8 gehen. Das beste Entwicklungsfeld für den Lf1 ist nun d3, da er dort eine wichtige Diagonale kontrolliert und nach der schwarzen kurzen Rochade beim Königsangriff hilft. Damit der Läufer auf d3 nicht durch …Sc6–b4 angegriffen werden kann, zieht Weiß zunächst 9. a2–a3 Danach kann 9. … 0–0 10. 0–0 folgen. Danach ist eine typische Isolani-Stellung entstanden. Der weiße d-Bauer hat keine benachbarten Bauern mehr und muss dauerhaft von Figuren verteidigt werden, die dann nicht mehr am Königsangriff teilnehmen können. Andererseits droht der Bauer auch vorzurücken und so den weißen Angriff zu verstärken. Außerdem sichert er Weiß Raumvorteil und kontrolliert wichtige Zentralfelder. Falls der weiße Angriff jedoch nicht erfolgreich ist, gelingt es Schwarz oft den Bauern zu erobern und den Mehrbauern dann im Endspiel zum Gewinn zu nutzen. Typisch sind in der Stellung schnelle weiße Siege oder lange Partien, in denen letztendlich Schwarz gewinnt.

Sicilian Defense, Alapin Variation, 2.c3 Sf6 3.e5 Sd5

C00 French Defense: Knight Variation

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Partie 2: C00 French Defense: Knight Variation 2…Sf6


Partie 2: C00 French Defense: Knight Variation 2… c6

Mit Schwarz gegen den Computer (Stockfish)

Mit Weiß gegen den Computer


Siehe auch Studie zur Eröffnung mit Schwarz
Nach der Bezeichnung für die Eröffnung ist das Programm mittels Kürzel angegeben. Stockfish (lichess) Stufe 5 = |S5, Schachbot Noam (chesscom) = |Noam usw.

Der Computer spielt mit Weiß (geordnet nach ECO):

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Mit Weiß gegen den Computer (Stockfish)

Mit Schwarz gegen den Computer


Siehe auch Studie zur Eröffnung mit Weiß
Nach der Bezeichnung für die Eröffnung ist das Programm mittels Kürzel angegeben. Stockfish (lichess) Stufe 5 = |S5, Schachbot Noam (chesscom) = |Noam usw.

Der Computer spielt mit Schwarz (geordnet nach ECO):

Gegen AI Stufe 3 am 24.09.2020

Aus der Serie Lernen mit und vom GM Stockfish



Was hätte ich besser machen können:
12.Qe2 statt mit dem Läufer schlagen
13.Qe2 statt c1
15.d4

Ja na klar, wenn der Computer so gescheit ist bei der Fehleranalyse, warum hat er dann nicht gewonnen? LOL 🙂
Und bei der 2. Partie hätte ich noch genügend Zeit gehabt, um ganz leicht und sicher zu gewinnen, aber im Stress – ah, schon ein wenig ärgerlich, habe ich das Patt übersehen.

16. … bf5 wäre sicher besser gewesen
20 … fxg2 natürlich auch
23…. Na5
27… axb5
46… Rxf3 angeblich
47… f2+ sehe ich nicht so

Lernen mit und vom GM Stockfish

Diese Überlegungen unten sind nicht mehr aktuell, jetzt nähere ich mich über meine Studien für Weiß und Schwarz und mein Repertoire.

 

 


Zuerst einmal ein Link: Learn From The Best: Stockfish’s King’s Indian

Hier übe ich mit dem Schachprogramm Stockfish, das ich scherzhaft als Großmeister bezeichne, denn es ist wirklich ein guter Lehrer.
Für den ersten Zug hat Weiß 2 x 8 (Bauern) +2 (Springer) 18 Möglichkeiten. 6 davon schließe ich in meinen Betrachtungen von vornherein aus, bleiben 12 mögliche Züge übrig, die ich hier geordnet habe nach ihrer Häufigkeit bei Spielen.
1.e4 2.d4 3.Nf3 4.c4 5.g3 6.b3 7.f4 8.Nc3 9.b4 10.e3 11.d3 12.a3
Damit haben wir 12 Züge auf die ich weiter eingehen möchte.

Auf den ersten Zug mit Weiß auf 1.e4 folgen wieder die 12 besten bzw. häufigsten Züge mit Schwarz:
1.c5 2.e5 3.e6 4.c6 5.d6 6.g6 7.d5 8.Nf6 9.Nc6 10.b6 11.a6 12.g5
Dadurch haben wir schon 144 Kapitel, wobei ich mich systematisch für die erste entscheide um die Folge dann weiter abzuarbeiten.

Wir haben also die Eröffnung 1.e4 c5 auf die es wieder die 12 Züge für Weiß gibt:
1.Nf3 2.Nc3 3.c3 4.d3 5.b3 6.d4 7.f4 8.Ne2 9.g3 10.c4 11.b4 12.a3
Es ergeben sich 1728 Unterkapitel wobei wir wieder die erste Möglichkeit betrachten.

Auf 1.e4 c5 2.Nf3 reduzieren sich die sinnvollen Möglichkeiten endlich auf 9 und die sind
1.Nc6 2.d6 3.e6 4.a6 5.g6 6.b6 7.e5 8.Nef6 9.Na6
Dadurch haben wir mit 1.e4 c5 2.Nf3 Nc6 bereits 15.552 Möglichkeiten, was ziemlich viele Artikel ergebe würde.
Aber ich lasse mich davor nicht einschüchtern und stelle fest, dass wir diese Stellung auf old.chesstempo.com finden.


Und jetzt habe ich auf lighchess.org den Computer für mich mit Weiß spielen lassen und dabei zuerst einmal ein Remis erreicht.

Aber ich werde mich jetzt natürlich weiter mit der Sizilianischen Verteidigung beschäftigen und noch ein paar mal gegen oder mit einem Schachprogramm gegen Stockfish und dieser Ausgangsposition spielen.